Wahlarztordination - keine KassenTerminvereinbarung: +43 677 640 83 101
Startseite / Knie / Meniskusverletzung

OA Dr. Lukas Hold · Facharzt für Orthopädie und Traumatologie

Meniskusriss & Meniskusverletzung

Schmerzen, Schwellung oder eine Blockade im Knie? Entscheidend ist, welche Art von Meniskusverletzung vorliegt.

Schematische Darstellung eines Meniskusrisses am Kniegelenk

Welche Aufgabe hat der Meniskus?

Im Knie liegen ein Innen- und ein Außenmeniskus. Sie verteilen die Belastung zwischen Oberschenkel und Schienbein und unterstützen die Stabilität des Gelenks. Ein Meniskus kann bei einer plötzlichen Drehbewegung einreißen. Ein Meniskusriss kann sich auch über längere Zeit entwickeln, wenn das Gewebe bereits verändert ist. Ein bestimmter Unfall lässt sich dann oft nicht benennen.

Für die Behandlung sind Ihre Beschwerden, die Untersuchung und die Art des Risses entscheidend. Ein MRT-Befund allein sagt noch nicht, ob eine Operation notwendig ist.

Woran erkennt man einen Meniskusriss?

Häufig sind Schmerzen am Gelenkspalt, Schwellung, Beschwerden beim Drehen oder Beugen und eine eingeschränkte Belastbarkeit. Wenn ein Teil des gerissenen Meniskus im Gelenk einklemmt, kann das Knie blockieren und sich nicht mehr vollständig strecken lassen. Ähnliche Beschwerden können jedoch auch andere Ursachen haben.

Zur Abklärung gehören das Gespräch über den Beginn der Beschwerden, die Untersuchung von Beweglichkeit, Stabilität und Schmerzpunkten sowie die Beurteilung vorhandener Aufnahmen. Bei Bedarf helfen Röntgenaufnahmen bei der Einschätzung möglicher Arthrose und ein MRT bei der Beurteilung der Meniskus- und Begleitverletzungen.

Ist eine Operation notwendig?

Nicht jeder Meniskusriss muss operiert werden. Bei geeigneter Rissform und ohne Gelenkblockade kann zunächst eine konservative Behandlung mit angepasster Belastung und Physiotherapie sinnvoll sein. Bei einer Blockade, bestimmten Meniskuswurzelrissen oder anhaltenden relevanten Beschwerden kann eine Operation notwendig sein.

Auch Ihre Alltagsanforderungen, die Gewebequalität und zusätzliche Knorpel- oder Bandverletzungen beeinflussen die Entscheidung. Wir besprechen gemeinsam, was die Untersuchung für Ihren konkreten Fall bedeutet.

Ultraschallgezielte Meniskusinfiltration

Bei ausgewählten Meniskusbeschwerden kann eine gezielte Infiltration als Teil einer nicht operativen Behandlung besprochen werden. Mit dem Ultraschall lässt sich die schmerzhafte Region am Meniskus darstellen und die Injektion führen.

Ziel ist eine mögliche Linderung der Beschwerden. Die Infiltration näht einen Meniskusriss nicht zusammen und ersetzt weder gezielte Physiotherapie noch die Beurteilung einer mechanischen Blockade. Ob und wie lange die Infiltration Beschwerden lindert, ist individuell verschieden.

Vor dem Eingriff besprechen wir Ablauf, mögliche vorübergehende Reaktionen und Risiken sowie die Belastung danach.

Meniskusnaht oder Teilentfernung?

Ist der Riss dafür geeignet, kann der Meniskus bei einer Arthroskopie genäht und erhalten werden. Das ist besonders bei bestimmten frischen Rissen ein wichtiges Ziel. Wenn ein beschädigter Anteil nicht reparierbar ist, kann eine möglichst sparsame Teilentfernung infrage kommen. Welche Versorgung möglich ist, zeigt sich manchmal erst während des Eingriffs.

Eine Meniskusnaht braucht in der Regel eine längere geschützte Heilungsphase als eine Teilentfernung. Den voraussichtlichen Nachbehandlungsplan besprechen wir vorab.

Rehabilitation und Rückkehr zur Aktivität

Nach konservativer oder operativer Behandlung geht es darum, Schwellung zu reduzieren, Beweglichkeit zurückzugewinnen und Kraft aufzubauen. Belastung und Sport werden je nach Riss, Verfahren und Heilungsverlauf gesteigert. Insbesondere nach einer Naht darf der Meniskus nicht zu früh überlastet werden.

Häufige Fragen

Heilt eine Meniskusinfiltration den Riss?

Nein. Die Infiltration kann bei geeigneten Beschwerden zur Schmerzlinderung beitragen, repariert den Meniskus jedoch nicht. Ob sie für Sie infrage kommt, hängt von Art des Risses und den Beschwerden ab.

Kann ein Meniskusriss von selbst heilen?

Manche Risse in gut durchbluteten Bereichen können heilen. Bei anderen ist eine Heilung weniger wahrscheinlich. Die Risslage und der Befund sind entscheidend.

Was soll ich zum Termin mitbringen?

Vorhandene Röntgen- und MRT-Aufnahmen sowie Berichte früherer Operationen helfen bei der Beurteilung.

Muss ein Meniskusriss immer operiert werden?

Nein. Bei vielen Rissen ist eine Behandlung ohne Operation möglich. Ob ein Eingriff notwendig ist, hängt unter anderem von Ihren Beschwerden, der Rissform und einer möglichen Gelenkblockade ab.

Was bedeutet eine Blockade des Knies?

Das Knie lässt sich dabei nicht mehr vollständig bewegen, weil sich ein Teil des gerissenen Meniskus im Gelenk einklemmen kann.

Kann ein gerissener Meniskus genäht werden?

Das hängt vor allem von Lage und Form des Risses sowie der Gewebequalität ab. Ist eine Naht möglich, kann Meniskusgewebe erhalten werden.

Meniskusbeschwerden gezielt besprechen

Vereinbaren Sie Ihren Termin bequem online.

Termin buchen
Termin buchen